
Unterwegs mit meinem Motorrad am Meer.
Cihan on Tour
Ein Motorrad.
Ein Aufbruch.
Meine Geschichten.
Ich bin Cihan. Eine kurze Reise in den Schwarzwald hat 2024 etwas in mir bewegt. 2025 ging es auf meine erste große Motorradreise: nach Sardinien.
Seitdem begleiten mich meine Kamera und mein Motorrad auf Reisen. Aus den Videos, eigenen Bildern und Erinnerungen entsteht hier mein persönliches Reisetagebuch.
Auf dieser Seite findest du die Reisen nach Ländern und Jahr geordnet. Innerhalb jeder Reise kannst du die langen Videos in ihrer Reihenfolge entdecken und die Reiseberichte nachlesen, sobald sie erscheinen.
Meine Reisen entdeckenMein Weg zum Motorradreisen
Wie meine Geschichte begann.
Ich bin in einer Gastarbeiterfamilie aufgewachsen und habe früh gelernt, meinen eigenen Weg zu finden. Meine Eltern arbeiteten in der Fabrik im Dreischichtsystem. Weil sie kaum Deutsch sprachen und das deutsche Bildungs- und Berufssystem nicht gut kannten, konnten sie mir bei vielen Entscheidungen wenig Orientierung geben. Mit 16 begann ich meine Ausbildung und mein Arbeitsleben.
Verantwortung, Familie und Unternehmertum
Mit 25 wurde ich Vater meiner Tochter, ein Jahr später kam mein Sohn zur Welt. Ich bin stolz auf meine Familie und dankbar für meine zwei gesunden Kinder. Mit der Familie wuchs auch meine Verantwortung. Ich arbeitete viel und machte mich später selbstständig. Ich probierte unterschiedliche Dinge aus, scheiterte auch und fand irgendwann meinen unternehmerischen Weg.
Als sich der Erfolg einstellte, richtete sich mein Blick immer stärker auf das nächste Ziel: mehr Umsatz, weiter wachsen, noch mehr erreichen. Das bestimmte lange meinen Alltag.
2024 veränderte sich mein Blick auf das Leben
2024 verlor ich innerhalb weniger Wochen meinen Hund und meinen Bruder. Mein Hund hatte mich jeden Tag begleitet; unsere Bindung war sehr eng. Mein Bruder wurde nur 48 Jahre alt. Diese Verluste brachten mich dazu, innezuhalten und mir Zeit zum Nachdenken zu nehmen.
Was bleibt von dem, wofür ich so viel arbeite? Und wie möchte ich die Zeit verbringen, die ich habe? Ich wollte den Dingen mehr Raum geben, die mir Freude machen. Daraus entstand auch mein Satz:
Denn am Ende unseres Lebens sind es die Erinnerungen, die bleiben!
Wie ich zum Motorradreisen kam
Motorräder kannte ich schon: Ich war Supersportler und Harley-Davidson gefahren. Eine Reiseenduro hatte ich lange eher mit einem späteren Lebensabschnitt verbunden. Mit meiner ersten BMW R 1250 GS änderte sich dieser Blick. Mitte 2024 zeigte mir eine dreitägige Testreise in den Schwarzwald, wie viel Freude mir diese Art des Unterwegsseins macht.
Ende November 2024 bekam ich meine neue BMW R 1300 GS Adventure. Über den Winter machte ich sie für meine Reisen passend: mit Koffersystem, Navigation und den Dingen, die ich unterwegs dabeihaben wollte.
2024 nahm ich außerdem an einem Endurotraining in Hechlingen teil. 2025 folgte Sardinien: meine erste große Motorradreise ins Ausland und der Beginn meiner Offroad-Reisegeschichten. Nach dieser Reise konnte ich das Gefühl der Freiheit zum ersten Mal so deutlich spüren.
Was Freiheit für mich bedeutet
Auf Sardinien war ich mit dem Motorrad in den Bergen, an Klippen und an schönen Buchten unterwegs. Was mich daran besonders berührt hat, war der Abstand zu meinem Alltag: weg von der Arbeit und den Menschenmengen, draußen sein und Ruhe finden. Zeit für mich haben.
Diese Momente waren für mich neu. Ich fühlte mich freier und weniger eingeengt als zu Hause. Das Motorradreisen gab mir die Möglichkeit, Landschaften zu erleben und zugleich aus meinem gewohnten Rhythmus herauszukommen.
Wen ich mit meinen Reisen erreichen möchte
Besonders jungen Menschen möchte ich zeigen, wie viel Freude eine Motorradreise machen kann. Ich kenne den starken Fokus auf Arbeit, Erfolg und Geld aus meinem eigenen Leben. Deshalb möchte ich auch die andere Seite zeigen: wie es sich anfühlt, unterwegs zu sein, Neues zu erleben und Erinnerungen zu sammeln.
Vielleicht fährst du bisher einen Supersportler oder ein Naked Bike und verbindest eine Reiseenduro eher mit dem Älterwerden. So ging es mir früher selbst. Ich möchte dich neugierig machen, diese Art des Reisens einmal auszuprobieren.
Genauso möchte ich Menschen ansprechen, die seit vielen Jahren von einer Motorradreise träumen und sie immer wieder verschieben. Wenn du dich darin wiedererkennst, möchte ich dich ermutigen, einen ersten Schritt zu machen. Bei mir begann es mit drei Tagen im Schwarzwald. Daraus wurde mehr.
Welchen Platz die Reisen heute in meinem Leben haben
Heute achte ich bewusster darauf, mir Zeit für mich selbst zu nehmen. Nach einer sehr belastenden Zeit habe ich gemerkt, wie wichtig mir diese Auszeiten sind. Meine Familie hat einen hohen Stellenwert, und auch meine Arbeit gehört weiterhin zu meinem Leben.
Eine Motorradreise ist für mich die Gelegenheit, Abstand zu gewinnen, wenn mir der Alltag zu viel wird. Ich kann unterwegs abschalten und komme mit neuer Energie zurück. So fühlt es sich für mich an: wie ein Reset.
Hier auf Cihan on Tour erzähle ich von diesen Reisen: von den schönen Landschaften, aber auch von Umwegen, Herausforderungen und den Menschen, die mir unterwegs begegnen. Ich möchte die Freude am Motorradreisen teilen und Mut machen, eigene Reisewünsche anzugehen.
Momente und Erinnerungen
Unterwegs sein.
Momente teilen.


