Motorrad und Reisender am Meer bei Sonnenuntergang auf Sardinien

Italien · 2025

Motorradreise Sardinien 2025

Die erste Reise

Motorradreise Sardinien 2025

Ein Blick
zurück.

Hier beginnt mein Reisetagebuch: meine erste große Motorrad- und Offroad-Reise führt mich nach Sardinien. Die lange Videoserie erzählt vom Aufbruch, den ersten Strecken im Gelände und davon, was unterwegs anders läuft als geplant.

  • Aufbruch und erste Offroad-Strecken
  • Schlamm, Anstiege und ungeplante Umwege
  • Stürze, Reparaturen und Erfahrungen

Meine erste große Motorradreise

Sardinien auf einen Blick.

Reisejahr
2025
Anreise
Frankfurt am Main, Schweiz, Norditalien und Fähre ab Livorno
Unterwegs
Mit meinem Reisebegleiter Marc
Mein Motorrad
BMW R 1300 GS Adventure mit ASA
Die Reise in Bildern
21 lange Videofolgen und eigene Reisefotos

Der Weg zur Insel

Mit dem Motorrad nach Sardinien: Meine Anreise über Livorno.

Meine Motorradreise nach Sardinien beginnt in Frankfurt am Main. Zusammen mit Marc fahre ich Richtung Süden, durch die Schweiz und weiter nach Norditalien. Die Insel liegt noch vor uns, aber das Unterwegssein hat längst angefangen: Tankstopps, kurze Pausen und die Frage, wie weit wir an diesem Tag überhaupt noch fahren möchten.

Die erste Übernachtung suchen wir spontan in der Nähe von Parma. Nach mehr als 800 Kilometern ist für diesen Tag genug gefahren. Für mich ist das ein neuer Rhythmus: nicht jede Stunde vorausplanen, sondern unterwegs merken, wann eine Pause nötig ist. Die lange Anreise gehört zu dieser Geschichte genauso wie die späteren Strecken auf Sardinien.

Am nächsten Tag bleibt bis zur abendlichen Fähre Zeit. Die nutzen wir für die ersten selbst geplanten Offroad-Passagen auf dem italienischen Festland. Genau hier liegt eine Überraschung dieser Reise: Eine überschaubare Entfernung auf der Karte sagt noch wenig darüber aus, wie anstrengend ein Weg tatsächlich wird. Schotter, lose Steine und schwierige Stellen kosten uns deutlich mehr Zeit und Kraft als erwartet.

Von Livorno geht es schließlich mit der Fähre nach Sardinien. Auch das Verladen und das Umräumen des Gepäcks sind für mich neue Erfahrungen. Als wir morgens wieder vom Schiff rollen, beginnt der Inselteil der Tour – mit allem, was wir bis dahin schon gelernt haben.

Die Anreise ab Folge 1 ansehen →

Straße, Schotter und eigene Grenzen

Offroad auf Sardinien: Meine ersten Erfahrungen mit der schweren Reiseenduro.

Auf Sardinien suche ich den Wechsel zwischen Straßen, Küstenlandschaften und unbefestigten Wegen. Einfache Schotterabschnitte geben mir zunächst ein gutes Gefühl. Andere Passagen werden steiler, steiniger oder so schlammig, dass aus einer geplanten Etappe eine ganz andere Aufgabe wird. Die Kamera zeigt dabei nicht immer, wie steil oder rutschig eine Stelle für mich wirklich wirkt.

Meine BMW R 1300 GS Adventure bringt mich mit Gepäck auf die Insel. Im schwierigen Gelände merke ich aber auch ihr Gewicht und ihre Höhe. Ein Training im Enduropark hatte mir erste Grundlagen gegeben. Draußen auf einer unbekannten Strecke fühlt sich dieselbe Situation anders an: Hier muss ich selbst einschätzen, ob ich weiterfahren kann, Hilfe brauche oder die Route ändern sollte.

Wie langsam es vorangehen kann, zeigt eine besonders mühsame Passage: In Folge 6 sprechen wir davon, seit zwei Stunden an etwa zwei Kilometern zu arbeiten. Das beschreibt keine typische Fahrzeit für Sardinien, sondern unsere damalige Situation als Anfänger auf diesem Abschnitt. Für mich ist es ein deutlicher Unterschied zwischen einer Linie im Navigator und dem Weg vor dem Vorderrad.

Auch Tiere und gesperrte Abschnitte verändern unsere Pläne. Pferde, Kühe und später eine Schafherde gehören zu den Begegnungen unterwegs. Eine in den Navigator geladene Strecke lässt sich eben nicht immer so abfahren, wie ich es mir zu Hause vorgestellt hatte. Wir planen um und suchen einen anderen Weg.

Die schwierige Passage in Folge 6 ansehen →

Wenn der Plan sich ändert

Ein Sturz, eine beschädigte Schaltbetätigung und schnelle Hilfe.

Schon früh auf der Insel kippt mir das Motorrad bei einem Wendemanöver am Hang um. Als ich den Fuß absetzen möchte, fehlt mir durch die Hanglage der sichere Stand. Mit Marc bekomme ich die beladene Maschine wieder aufgerichtet. Dieser Moment zeigt mir sehr unmittelbar, wie viel Kraft ein schweres Reisemotorrad abseits einer ebenen Straße kosten kann.

Später rutsche ich auf nassem, schlammigem Untergrund erneut weg. Danach ist eine Betätigung der Gangschaltung beschädigt; der erste Gang lässt sich nicht mehr wie gewohnt einlegen. In den Videos beschreibe ich meinen damaligen Umgang mit dem Problem. Eine allgemeine Reparaturanleitung lässt sich daraus nicht ableiten – entscheidend für die Reise ist, dass ich anschließend professionelle Hilfe suche.

Wir beenden den ursprünglich geplanten Offroad-Teil früher und richten uns für die verbleibenden Tage im Raum Olbia ein. Am nächsten Morgen suche ich eine Motorradwerkstatt. In einer freien Werkstatt bekomme ich kurzfristig Hilfe. Was mich besonders beeindruckt: Das beschädigte Teil wird nicht einfach aus einem Regal geholt, sondern vor Ort vermessen und neu angefertigt.

Als das Motorrad wieder fährt, ist die Erleichterung groß. Die schwere Geländestrecke bleibt beendet, aber die Reise geht weiter. Für mich ist diese Begegnung einer der stärksten Momente der Tour: Menschen finden eine Lösung, als mein eigener Plan gerade nicht mehr funktioniert.

Die Hilfe in der Werkstatt in Folge 18 ansehen →

Was mir von der Reise bleibt

Meine Erfahrungen zwischen Abenteuer, Pausen und Heimweg.

Sardinien besteht für mich nicht nur aus den schwierigen Stellen. Dazwischen liegen Ausblicke aufs Meer, spontane Unterkünfte, Pausen mit Marc und die kleinen Situationen, über die wir später wieder lachen können. Gerade diese Mischung macht die erste Motorradreise für mich so persönlich.

Ich nehme vor allem mit, dass eine kurze Offroad-Etappe anspruchsvoller sein kann als ein langer Autobahntag. Bei der Tagesplanung möchte ich deshalb stärker auf Untergrund, eigene Kräfte und die Möglichkeit zum Umkehren achten. Auch mein Gepäck sehe ich nach dieser Reise anders: Was unterwegs praktisch erscheint, muss sich beim Tragen, auf der Fähre und nach einem Umfaller ebenfalls bewähren.

Spontane Übernachtungen passen zu meinem Wunsch, nicht jeden Abend zu einer festgelegten Uhrzeit an einem bestimmten Ort sein zu müssen. Das hat auf dieser Reise für uns funktioniert. Es ist meine damalige Erfahrung und keine Zusage, dass überall oder zu jeder Jahreszeit kurzfristig ein Zimmer verfügbar ist.

Zum Schluss wartet noch die lange Rückfahrt ab Livorno Richtung Frankfurt. Starker Regen und Kälte machen den Heimweg anstrengend. Auch das gehört zu meinem Rückblick: nicht nur das schöne Bild am Meer, sondern der ganze Weg dorthin und wieder zurück.

Diese Seite gibt dir den Überblick über die Reise. In den Videos kannst du die einzelnen Etappen in ihrer Reihenfolge mitverfolgen. Die ausführlichen Geschichten dazu wachsen nach und nach im Reisetagebuch.

Eigene Bilder von unterwegs

Momente dieser Reise.

Reisetagebuch

Die Geschichte geht weiter.

Die ausführlichen Reiseberichte erscheinen hier nach und nach. Bis dahin kannst du die Reise in den langen Videos mitverfolgen.

Wohin als Nächstes?

Alle Reisen